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Donnerstag, 2. Januar 2014

Ein frohes neues Jahr!

So meine Lieben - 4 offiziellen Follower (ich. freu. mich. so!!!) und all meine anonymen Leser: ich hoffe ihr hattet ein erholsames Weihnachtsfest und seid gut in 2014 angekommen. 

Eigentlich wollte ich diesen Post bereits gestern verfassen…aber der 01. Januar ist irgendwie ein toter Tag. Mehr als ein "Chuck" Marathon und Pizza bestellen (selbstverständlich wird ab heute ernährungstechnisch alles besser *hust*) war einfach nicht drin. Also erst jetzt eben - auf überragende, aufregende und erinnerungswürdige 364 Tage! Cheers!


Habt ihr eigentlich lange Listen mit to-do/ to-travel Listen für das neue Jahr? Mich treibt das Thema schon seit einigen Wochen um, nicht umsonst nennt mich mein Freund ganz gerne mal Flummi. Das Jahr ist nicht vorbei, Madame ist noch nichtmal fertig euch von der letzten Reise zu berichten - aaaber in Gedanken verplane ich bereits meine nächsten 30 Urlaubstage. Anstrengend ;p

Ganz oben auf meiner Liste steht übrigens New York, wohin ich am liebsten im April reisen würde. Zum einen um natürlich diese Metropole zu erkunden von der jeder spricht und um shoppen zu gehen, und zum anderen um einen Roadtrip gen Norden anzuhängen um endlich, endlich den Eliteunis der Ostküste einen Besuch abzustatten ( ich weiß auch nicht genau warum sie so eine Faszination auf mich ausüben…nennt mich komisch, aber ich finds halt spannend) und nach dem Großstadt Rummel etwas Erholung bei süßen B&B's in Conneticut zu finden. 

Ansonsten steht auf der Liste noch das deutsche Museum in München, eine Runde Snowboarden in Südtirol, vielleicht ein kurzer Städtetrip nach Prag und gegen Ende des Jahres wäre Asien irgendwie ganz cool XD 

Inwieweit das alles machbar und vor allem auch bezahlbar ist steht natürlich noch in den Sternen…aber man darf ja mal träumen. 

Habt ihr zufällig Tipps für New York? Günstige Unterkünfte, was muss man unbedingt gesehen haben und was kann man sich guten Gewissens sparen?

Montag, 2. Dezember 2013

Der Hot Water Beach Hype

Ich bin ein fürchterlicher Strandsnob. 
Ganz ehrlich…und es tut mir ja auch irgendwie leid, aber ich kann nichts dafür. 
Wie an so vielem, sind natürlich meine lieben Eltern schuld. (Die Begründung geht ja sowieso immer, nicht wahr?)




Warum genau, erkläre ich euch noch an einer anderen Stelle. Jedenfalls, bin von klein auf eeeextreeeeeeem picky was Urlaubsstrände angeht. Wenn meine Klassenkameraden ganz aufgeregt von ihrem Sommerurlaub an der Adria oder auf Mallorca erzählten, dachte ich mir immer nur *meeeh*…alles nur so mittel. Heute, viele Jahre später, weiß ich das es auch in Europa wirklich sehr schöne Strände gibt…aber die fünf Jahre alte Schokofinger-Franziska war einfach davon überzeugt - sie hat den Plan! 

Jahrzehnte später hat sich natürlich vieles geändert. Ich bin z. B. deutlich größer und wie gesagt, weiß ich inzwischen das auch Mallorca seine Vorzüge hat. Nur das mit den Schokofingern ist eigentlich immer noch dasselbe. Als mir mein Freund sagte das wir auf unserer Reise auch unbedingt an Whitianga's Hot Water Beach vorbeischauen müssen bin ich ungefähr so begeistert wie von einer Runde Quallen jagen an der Adria. Mir schiessen sofort die Bilder mit hunderten von Leuten in den Kopf die dicht an dicht Löcher in den Sand graben um sich dann darin einzuweichen. Der Witz dabei erschließt sich mir nicht so wirklich, aber ok. Wenn man das gesehen haben muss, gehen wir da natürlich auch hin. 
Dort angekommen hatte ich dann einen dieser - "wie geil ist Neuseeland denn bitte im Winter!" Momente. 



Es war überhaupt nicht wie auf den vielen Fotos im Internet, denn wir hatten den Strand fast für uns alleine! Wir stehen also bei strahlendem Sonnenschein barfuß an diesem Strand. Blinzeln in die Sonne, atmen ganz tief durch, lassen uns die nackten Beine von dem erfrischenden Pazifik umspülen und rennen plötzlich wie angestochen wieder landeinwärts. Warum?
Tja, simpel: nachdem die kleinen, kalten Schaumwellen an unseren Waden brechen und wir überlegen ob es nicht vielleicht doch zu kalt ist, zieht sich das Wasser langsam wieder zurück. Mit ihm die oberste Schicht Sand am Boden. Das wiederum bringt das heiße Thermalwasser an die Oberfläche was uns etwas irritiert hat. Man stelle sich das so vor: 
"Wooow Strand, kommt schnell die Füße rein!" - "Hui kalt!" - "Uuuuuh warm!" - "Baaah, wieder kalt!" - "Ooooh, geiiiil!" Und das immer schön im Wechsel. Großartig!
Ich habe vermutet das Wasser ist sicherlich nicht heiß genug ist um in Winter darin zu baden, aber da hätte ich wohl etwas genauer recherchieren sollen. Denn fast 60°C sind definitiv warm genug um sich etwas aufzuwärmen. Also unbedingt Schaufeln einpacken! 

Ich als alter Strandsnob muss also zugeben: der Strand wird dem Hype auf alle Fälle gerecht! Und im Winter kann ich einen Besuch wirklich uneingeschränkt empfehlen :-)

Sonntag, 27. Oktober 2013

Not all those who wander are lost...

...außer wir natürlich. 
Weil wir haben ja kein Navi, sondern nur eine Karte und die wohl weltschlechteste Kartenleserin, nämlich mich. Die Frau, die viele Monate lang mit dem Navi zur Arbeit gefahren ist…nur um sicher zu gehen versteht sich. (Morgens hab ich keine Zeit um auf den Weg zu achten, da muss ich Nachrichten hören und mich mental auf den Arbeitstag vorbereiten…ok, eher Musik hören und abgehen…ich geb's zu)

"Die Hobbits schätzen Ruhe und Frieden und den wohlbestellten Boden: Sie wohnten am liebsten in kleinen Gemeinden zwischen Äckern und Weidegründen." So beschrieb Herr Tolkien das Volk der Hobbits und ich überlege während ich diese Zeilen schreibe, ob ich wohl einen guten Hobbit abgegeben hätte…so ganz gemächlich mit viel gutem Essen und so…hmm



Wir stehen also in der wärmenden Nachmittagssonne in Matamata, äääh Hobbiton, und lassen uns von Sam (ja, er heißt wirklich so…ob das wohl ein Einstellungskriterium war?!) das original Filmset der Peter Jackson Filme "Herr der Ringe" und "Der Hobbit" zeigen. 
So wie für mich das Bungeespringen ein Pflichttermin auf unserer Reise war, war dieser Besuch ein Must-See für meine beiden HdR begeisterten Mitreisenden. 
Zwar haben wir alle erstmal kräftig geschluckt und nur seeehr zögerlich unsere Kreditkarten gezückt als uns klar wurde, dass uns dieser 2,5-stündige Spaß 45 Euro pro Person kostet, aber gut, was tut man nicht alles als wahrer Fan. (und liebende Freundin/Schwester *hust*)

Wir starteten unsere Tour in einem schnieken Retrobus, quer durch eine gigantisch große Schafsfarm wo wir zum ersten Mal auf der Reise neuseeländischen Schafe zu Gesicht bekommen haben, weil selbst die Schafe wissen das Neuseeland im Sommer einfach viel cooler ist. Wir haben allerdings erfahren das die  original Schafe der Farm nicht in den Filmen aufgetaucht sind, da diese einfach nicht hübsch genug waren. Autsch. Die armen Dinger. Ob sie wohl noch Komplexe haben? Von den hübschen, externen Filmschafen gehänselt wurden?!?


Im Auenland selbst überkommt mich ein sehr seltsames Gefühl, denn wie gesagt, ich bin jetzt nicht sooooo der Tolkien Fan. Ich fand die Filme schön, schau sie auch immer mal wieder gerne an, aber die Geduld die Bücher zu lesen hab ich nie aufgebracht, weil es mich dann doch nicht so wirklich interessiert. Wenn man aber da steht, wo Bilbo sich aufmacht um in sein Abenteuer aufzubrechen, die Wege entlang schreitet über die Frodo gerannt ist, dann ist das doch irgendwie ganz cool. 
Beeindruckend ist auch, was für ein Aufwand für die Filme betrieben wurde. Z. B. der 1,3 Millionen Euro Baum, oder die sieben Vollzeit Gärtner die angestellt sind um das Auenland in Schuss zu halten. 



Unser Guide Sam hat es jedenfalls geschafft seine Tour so zu gestalten, dass wir die hohen Kosten fast wieder vergessen haben (was natürlich auch an dem gratis Bier im "Green Dragon", eine Hobbit Bar mitten im Auenland, gelegen haben könnte), denn es gab quasi nichts was er nicht wusste. 

Auch hatten wir hier ausnahmsweise mal einen Jahreszeiten Vorteil: keine lange Wartezeit am Eingang und viel Platz für menschenleere Fotos, was in der Hochsaison sicherlich nicht so einfach werden dürfte.

Für Details: Hobbiton Tours

Atenio,
Franziska

Montag, 14. Oktober 2013

Neuseeland im Winter?!?


Bereits im Flugzeug werde ich von meinem Nebensitzer Scott ausgelacht. 
Geht ja schonmal gut los. 
Scott ist ein 21 Jahre alter Brite, der irgendwo auf der Neuseeländischen Südinsel Physik studiert. 
Ich.bin.neidisch. 
(also nicht wegen dem Physik Studium…das kann er gerne behalten…aber das Ganze in Neuseeland?! *schmacht*)
Jedefalls sagt mir Scott das 
1. Kein Mensch im Winter nach Neuseeland geht, da seiner Erfahrung nach die Schneeverhältnisse in Garmisch ja doch wirklich besser sind und 
2. 10 Tage für eine Neuseelandrundreise nicht mal ansatzweise ausreichend sind.

Ich habe während unserer Reise des öfteren an das Gespräch zurück gedacht. Beispielsweise wenn ich mal wieder meine gesamte Willenskraft aufbringen musste um mich morgens aus einem heizdecken-warmen Bett in das Zimmer zu begeben, welches egal wo wir waren, immer gefühlte Tiefkühltruhen Temperaturen hatte. Mit heizen bzw. Isolieren von Häusern haben es die Kiwis nämlich leider nicht so. Dort werden zum Teil ganze Häuser mit überdimensionierten Heizlüftern gewärmt. Aber meinen Beobachtungen zufolge werden auch diese nur verwendet, wenn mal ein paar verweichlichte Deutsche zu Besuch sind. Während wir nämlich dick eingepackt in: 
- Angora Unterhemd
- Sweatshirt
- Softshell Jacke
- Schal
- Jeans
- extra dicke Winter-Laufsocken 
bibbbernd durch die Straßen gehen, laufen uns überall fröhlich lachend Schulkinder entgegen. 
In kurzen Hosen. Und Flipflops. 

Ein weiterer Moment in dem ich uns zu fürchterlichen Weicheiern erklärt habe, war als wir Marc kennenlernten. Ihm gehört die wunderschöne Bar OurPlace in New Plymouth, und während wir uns über Tee und heißer Schokolade wärmten, erzählte er uns von den Surfbedingungen des heutigen Tages. (nur so mittel übrigens). Allein der Gedanke auch nur meine Zehen in das Meer am Fitzroy Beach zu strecken jagt mir Gänsehaut ein. Wir hatten ihn nämlich am Morgen sogar selbst aufgesucht den wunderschönen Strand. Doch trotz der wunderschönen Landschaft, dem grandiosen Sonnenaufgang und dem faszinierend feinen schwarzen Sand konnte ich die Rückkehr ins Auto kaum erwarten. 

Fitzroy Beach, New Plymouth

Te Rewa Rewa bridge in New Plymouth

Im Grunde waren auch die Gesprächseröffnenden Worte mit jedem Local: "Also wäre jetzt Sommer, dann könnten wir..." "Im Sommer machen wir das normalerweise so und so.." "Ja, jetzt ist es halt blöd, aber ich sag's euch im Sommer...." 
Ok, wir haben es verstanden...im Sommer ist wohl alles besser, aaaaber wir waren hochmotiviert das Gegenteil zu beweisen! Das Projekt: "Wie geil ist Neuseeland bitte im Winter" konnte starten.

Abfahrt in Auckland Richtung Norden. ROADTRIP!

Unser schicker, nagelneue Mietwagen. Toyota Corolla über Sunnycars, für 3 Personen mit großen Koffern  - kein Problem


Ka kite ano!