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Samstag, 5. Juli 2014

Keine Lust mehr auf Pauschaltourismus?!?

Deine Rettung heißt Airbnb! Urlaub mit Reisetipps von Menschen die tatsächlich dort Leben wo du Urlaub machst, wirklich wissen wo es den besten Kaffee gibt und ob man sich die hochgelobte 
Touri-Attraktion guten Gewissens sparen kann. 

Das 2008 von drei Amerikanern gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in San Francisco und gilt als eines der aktuell wertvollsten Startups der Welt. Auf Airbnb könnt ihr euch in verschiedensten Preisklassen eine Unterkunft von Privatpersonen buchen. Von einer preiswerten Schlafmöglichkeit auf der Couch im Wohnzimmer der Gastgeber, einem Camper im Garten bis zu einem luxuriösen Wochenendhaus das ihr komplett für euch alleine habt. Die Idee ist, euch mit Menschen zusammenzuführen um euch einzigartige Reiseerlebnisse zu ermöglichen. Inzwischen gibt es auf der Seite Inserate in über 34.000 Städte und 190 Ländern. 

Bildcredit: Airbnb.de



Das erste Mal habe ich von der Website Airbnb auf Youtube auf dem Kanal von Daarum gehört und habe mich eigentlich nur damit beschäftigt weil ich mir die ganzen fancy Unterkünfte anschauen wollte die es dort zu bestaunen gibt (Baumhäuser, umgebaute Bauwägen etc.). 
Bei der Planung unserer New York Reise hatte ich irgendwann die Idee , das eine Airbnb Unterkunft vllt. unserem Budget ganz gut tun würde. 800€ für eine Woche in einem Hotelzimmerchen (Zimmer würde ich das jetzt nicht nennen) das aussieht wie die, wo in den Filmen immer Leute sterben, widerstreben mir ehrlich gesagt.


Bildcredit Airbnb.de

Das Ganze funktioniert dann folgerndermaßen: 

1) erstmal auf der Seite registrieren (ich habe die Facebook Variante gewählt), das Profil pflegen damit die Gastgeber sich ein Bild von dir machen können. Ihr wisst ja, gleich und gleich gesellt sich gern. Am besten noch ein nettes Foto hochladen auf dem du  halbwegs vertrauenswürdig aussiehst

2) eine schnieke Unterkunft aussuchen

3) den Gastgeber anschreiben und dich/deine Reisepläne vorstellen. Das klingt umständlich, aber du darfst nicht vergessen, dass du bei einer Privatperson nächtigst. Du würdest sicherlich auch wissen wollen mit wem du dir für einige Zeit deine Wohnung teilst. Und am Ende gilt dann doch wieder: zeige mir deinen Reiseplan und ich sage dir wer du bist.

4) Antwort abwarten (hat bei mir immer max. 1 Tag gedauert) und buchen! 

5) und ganz wichtig: nach der Reise eine Bewertung für deine Gastgeber hinterlassen!

Nach erfolgreicher Buchung bekommst du die gesamten Daten deines Gastgebers wie: genaue Adresse, Email, Handynummer und hast damit die Möglichkeit dich zum Thema Ankunftszeit/Abholtermin der Schlüssel etc. auszutauschen. 



Ich gestehe, ich war erstmal sehr skeptisch, aber die Neugier und der Schwabe in mir haben gesiegt und ich buchte zwei Unterkünfte für unsere Reise über Airbnb. Einmal 6 Nächte in Brooklyn und 2 Nächte in Boston. 

Ich bin von dem Konzept ziemlich begeistert, denn es hat alles reibungslos funktioniert. 

Die Erfahrungen vor Ort hätten kaum unterschiedlicher sein können. In Brooklyn hatten wir aufgrund deren Arbeitszeiten und unserer Reiseplanung kaum Kontakt zu den Gastgebern. Es gab ein privates Bad und die Gastgeber hatten ihr separates Wohnzimmer. Wir haben bei der Ankunft eine Einführung in die Wohnung bekommen, die Technik wurde erklärt und die besten Coffeeshops etc. der Umgebung genannt und das war's dann auch schon.

In Boston saßen wir Abends ewig mit unseren Gastgebern zusammen und haben uns über alles mögliche Unterhalten. Allerdings war die Wohnung dort deutlich kleiner und wir haben uns zu viert ein Bad geteilt was dann zwangsläufig zu mehr Kontakt führt. 

Mir persönlich hat die Mischung aus beidem sehr gut gefallen, denn ich muss zugeben: eine ganze Woche mit eigentlich "fremden" Menschen auf engstem Raum zusammenzusitzen ist dann doch nicht unbedingt meins. 

Meine liebe Freundin Fräulein Eigenart ist grade erst aus einem fabulösen Urlaub in Holland zurückgekehrt, den sie in einem wunderhübschen Ferienhaus verbracht hat. Gebucht über Airbnb. Ich glaube das teste ich als nächstes. 

Kennt ihr Airbnb bereits? 
Was haltet ihr generell von dem Konzept bei Privatpersonen zu übernachten statt in einem Hotel?

Montag, 18. November 2013

Wellness Winter

Also ich versteh nicht wie man dir einen Wunsch abschlagen kann! Ganz ehrlich, für dich würde ich sogar ein Wochenende in einem Wellness Hotel verbringen, und glaub mir ich finde sowas super öde!“
Diese Aussage, vermutlich leichtfertig und hormongesteuert an einer Büro Kaffeemaschine gemacht, liegt inzwischen fast fünf Jahre zurück und ich habe sie nicht vergessen. Ich glaube mein Freund bereut es bis heute diese gemacht zu haben.
Aber gut, es bleibt mir dazu nur zu sagen: Männer dieser Welt, lasst euch eins gesagt sein – Achtet auf eure Flirtversprechen! Sie holen euch schneller ein als euch lieb ist! 

Es ist nun also November und ich finde mich bei trübem, nieseligen Spätherbst-Wetter, warm eingekuschelt in den weichsten Bademantel aller Zeiten auf einer Massageliege wieder. In meinem Ohr ein hohles Wachsstäbchen. An der Spitze angezündet. Was auch sonst. 


Es macht herrlich knisternde Kamingeräusche dieses Stäbchen. Damit kriegt man mich ja immer…Kaminprasseln und Meeresrauschen befördern mich schnurstracks in den Entspannungs-Himmel. Normale Massagen kann ja jeder, daher suche ich – wenn ich denn schon mal die Gelegenheit habe – die ungewöhnlichsten Anwendungen auf den Spa-Menüs zum austesten. Dieses Mal also: Ohrenkerzenbehandlung und eine Klangschalen-Massage. Beides absolut großartig. Zu Beginn dachte ich mir „naja, ein bissl knistern im Ohr und ein wenig Geklimper auf dem Rücken wird diesen fetten, über Monate aufgebauten Stressknoten in meiner Schulter wohl kaum verschwinden lassen“ aber siehe da – weg das Ding. Einfach so. Könnte natürlich auch an dem schwer gehypten Thermalwasser liegen…das soll ja im Grunde gegen ALLES helfen. Sagten mir zumindest einige der anderen Hotelgäste. Mit ihrer langen Lebenserfahrung wissen die halt einfach auch was gut ist, nicht wahr? Oder vllt. an dem überragenden Essen mit dem wir drei Tage lang verwöhnt wurden. Entspannung geht ja schließlich auch irgendwie durch den Magen. Ich weiß es nicht genau. Ich weiß nur das ich am Donnerstag nur sehr ungern meine Wolke der Glückseligkeit verlassen habe um wieder in der Realität anzukommen. 
Für alle dauergestressten Großstadthipster kann ich das Hotel Mühlbach nur wärmstens empfehlen. Mal ganz abgesehen von den bereits erwähnten Hübschigkeiten (das freundliche und sehr aufmerksame Personal, das leckere Essen, das umfangreiche Wellnessangebot und diese super flauschigen Bademäntel *gg*) ist es auch eines der am schönsten gestalteten Hotels die ich bisher besucht habe. Es ist eine wirklich gelungene Mischung die sich vermutlich am besten als "Bayrisch-Marrokanischer-Landhausstil umarmt von modernen Einflüssen" beschreiben lässt. Klingt komisch, funktioniert aber ziemlich gut. Schaut euch nur die Homepage an! Bei mir hat es nur wenige Sekunden gedauert bis ich schwer verknallt war.